Sonntag, 05. September 2010
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Das Kreuz und das Gebet

 

DAS KREUZ & GEBET (1) 

Unser Gebet muss auf der Kraft des Kreuzes beruhen. Am Beispiel des Wirkens von Paulus in Athen und in Korinth wird deutlich, wie wichtig die Botschaft des Kreuzes ist, weil sie die Grundlage für alle weiteren Schritte und eine ewige, mächtige Kraft ist.

Und ich, als ich zu euch kam, Brüder, kam ich nicht, um euch mit Vortrefflichkeit der Rede oder Weisheit das Geheimnis Gottes zu verkündigen. Denn ich nahm mir vor, nichts anderes unter euch zu wissen, als nur Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt.  1.Korinther 2,1.2

Paulus hatte vor, in der Provinz Asia das Wort zu verkündigen, als ihn der Geist daran hinderte und er ein Gesicht hatte, wo er aufgefordert wurde, nach Europa zu kommen. So geht er nach Mazedonien, nach Philippi und Thessalonich und dann in die Großstadt Athen. Athen ist seit langer Zeit das kulturelle Zentrum. Er findet die Stadt voller intellektuell ausgerichteter Menschen. Sie entwickelten eine Philosophie, die noch heute die Grundlage für den Humanismus bildet. Die Griechen vergöttlichten den Menschen und waren überzeugt, dass der vollkommene Mensch eine vollkommene Welt gestalten würde. Diese Geisteshaltung hat sich bis heute nicht geändert.

Paulus kam nun nach Athen und fand all die gebildeten und intelligenten Menschen vor. Er sah Tempel um Tempel, wo man die Freiheit hatte, alle nur möglichen Götzen anzubeten, denn man war ja gebildet und nicht engstirnig. Sie hatten sogar einen Tempel für den unbekannten Gott. Paulus, ein ungemein intelligenter Mensch mit scharfem Verstand, hat diese Situation als Ausgangspunkt genommen und war durch die intellektuelle Atmosphäre eingeschüchtert. Aus intellektueller Sicht machte es Paulus großartig, aber es ist eine Tatsache, dass niemals eine bedeutende Gemeinde in Athen hervorkam. Einige Menschen wurden errettet, aber es gab nicht den üblichen Aufruhr.

Es scheint so, als er dann nach Korinth unterwegs war, dass er folgendes dachte: „Gott, was ging in Athen schief? Warum habe ich nicht die Kraft gesehen, die ich zu sehen gewohnt bin? Kein Aufruhr, wenn schon keine Erweckung? Athen blieb unverändert.“ Vermutlich sprach Gott zu seinem Diener Paulus und als er in Korinth ankam, war er entschlossen, diesen Fehler nie wieder zu machen, denn er sagte: „Ich nahm mir vor, nichts anderes unter euch zu wissen, als nur Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt.“

DAS KREUZ & GEBET (2)  -  Nur das Kreuz verändert die Menschen

Paulus rückte nach seinem Erlebnis in Athen das Kreuz wieder ganz ins Zentrum, denn er schrieb den Korinthern: „Ich nahm mir vor, nicht anderes unter euch zu wissen, als nur Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt.“

Auch wir als Beter müssen das Kreuz ganz ins Zentrum rücken, was unsere Beziehung zu Gott, zum Teufel und zum Leben betrifft. Bei all unserer Methodik dürfen wir nicht die Zentralität des Kreuzes Jesu Christi verlieren. Das Kreuz ist eine ewige, dauernde, mächtige Kraft, die ständig in unserem Leben wirken soll, und es ist sehr leicht, das Kreuz durch weise Worte zu verlieren. Paulus war sehr sorgfältig, er lernte seine Lektion in Athen und sagte: „Das werde ich nie wieder tun. Ich werde nie wieder wegen weiser Worte das Kreuz verneinen, oder wegen der Weisheit der Methodik oder der Technik.“

1.Korinther 1,18: Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft. Errettung hat die Dimension von `gerettet worden sein`, von `jetzt errettet werden` und von `völlig errettet werden`. Im obigen Vers steht es in dem Sinn von `die wir jetzt errettet werden`, ist es Gottes Kraft. Das Kreuz ist noch immer die Kraft Gottes für die, die wir … errettet werden. Die Kraft des Kreuzes soll ständig in unserem Leben wirken. Paulus teilt die Welt im Wesentlichen in zwei Kategorien: Jene, denen die Botschaft vom Kreuz eine Torheit ist und jene, denen sie die Kraft Gottes zur Errettung ist. Wie ist es in unserem Leben?

1.Korinther 1,19-20: Denn es steht geschrieben: „Ich werde die Weisheit der Weisen vernichten, und den Verstand der Verständigen werde ich verwerfen.“ Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortstreiter dieses Zeitalters? Hat nicht Gott die Weisheit  der Welt zur Torheit gemacht? Denn weil in der Weisheit Gottes die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte, hat es Gott wohlgefallen, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu erretten. Und weil die Juden Zeichen (Wunder) fordern … Gemeint ist ein buchstäbliches Wunder. Natürlich brauchen wir Zeichen und Wunder, um die Kraft des Evangeliums aufzurichten, aber Zeichen und Wunder ändern nicht das Leben der Menschen. Sie mögen ihren physischen Leib berühren, aber nur das Kreuz verändert uns. Zeichen und Wunder sollen den Menschen öffnen, um das Evangelium zu hören, aber die Botschaft vom Kreuz verändert die Menschen. Die Kraft der Errettung kommt durch das Kreuz. Wunder sind bestätigende Zeichen für die Wahrheit des Evangeliums, aber sie sind nicht die Kraft des Evangeliums. Das Kreuz ist die Kraft des Evangeliums. Die Juden suchten ein Zeichen und die Griechen suchten Weisheit. Das Problem der Griechen war, dass sie die falsche Art von Weisheit suchten - die Weisheit dieser Welt.

DAS KREUZ & GEBET (3)  -  Gottes Weisheit oder die Weisheit der Welt?

Die Kraft der Errettung kommt durch das Kreuz, denn das Kreuz ist die Kraft des Evangeliums. Die Juden suchten Zeichen und die Griechen suchten Weisheit, die Weisheit dieser Welt.

In unserer westlichen Welt haben wir noch immer eine Denkhaltung, die von unserem christlichen Erbe herrührt. Wir merken es nur nicht. Das kommt durch die christliche, westliche Philosophie des Denkens, dass es ein Richtig und ein Falsch gibt. In vielen Nationen der Welt glaubt man oder weiß man das nicht. Als Pilatus sagte: „Was ist Wahrheit?“, war er nicht zynisch, sondern drückte nur seine Denkhaltung aus. Er kannte die Wahrheit nicht, weil für ihn alles relativ war.

Heute aber tendiert die höhere Schulbildung dahingehend, dass ein Zustand der Orientierungslosigkeit entsteht, weil man jede gedankliche Enge überwinden und großzügig sein will. Eine festgelegte Meinung ist unangebracht. Man nimmt möglichst viel Information auf und kommt zu einem Schluss, der nichts verneint, aber indirekt alles annimmt. Das eine ist so und das andere ist eben anders. Man verliert die Leidenschaft für die Wahrheit, die Willigkeit, für die Sache zu leben und zu sterben. Das ist auf eine Denkhaltung in unserer Gesellschaft zurückzuführen.

Paulus möchte die menschliche Weisheit zerstören, weil darin kein Wert liegt, wenn es um die Wahrheit geht. Gott ist ein Gott in schwarzweiß: Wenn das eine richtig ist, dann kann das andere nicht richtig sein. Jesus sagt: „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit! Niemand kommt zum Vater, außer durch mich!“ Damit hat es sich. Oder: „Es gibt keinen anderen Namen im Himmel, durch den wir errettet werden können.“ In der Schrift findet man immer dieses Denken im Schwarzweiß-Kontrast und das Kreuz ist ein Schwarzweiß-Ereignis. Es befasst sich radikal, ständig und endgültig mit allen Sachverhalten und schenkt ewiges Leben und Beständigkeit. Wenn wir nicht so denken, können wir nicht die Kraft des Kreuzes erleben.

Gottes Denken muss unser Denken werden. Gott sagt es so und damit hat es sich. Wir müssen zu Gott rufen, dass er unser Denken erneuert, falls es noch nicht geschehen ist. In der Bibel werden wir diesbezüglich ermahnt: Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung  des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: Das  Wohlgefällige und Vollkommene. (Römer 12,2).

Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr. Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. (Jesaja 55,8-9).

DAS KREUZ & GEBET (4)  -  Jesus traf der Zorn Gottes am Kreuz

Das Werk des Kreuzes kann erst dann wirksam werden, wenn wir bereit sind, wie Gott zu denken. Dann nehmen wir die Schwarzweiß-Feststellungen als solche an und sie werden durch die Autorität des ewigen Gottes gestützt. Die Weisheit dieser Welt kann wird uns nicht dorthin bringen, wo das Kreuz mächtig in unserem Leben wirkt. Wir müssen Gottes Denken haben, damit wir Weisheit von oben empfangen können.

Es war für Jesus notwendig, am Kreuz zu sterben, denn es genügte für ihn nicht, nur zu sterben. Es ist nicht der Tod Christi, sondern der Tod Christi am Kreuz, wo die Kraft liegt. Das hat mit dem Zorn Gottes zu tun. Es ist ein Zorn, welcher aus verletzter, schmählich behandelter Gerechtigkeit kommt. Jede Sünde ruft diese Reaktion Gottes hervor, weil wir gegen seinen Willen, gegen seine Gesetze sündigen. Natürlich ist Gott voll Erbarmen und Liebe, aber zu oft verlieren wir die Dimension des Zorns Gottes.

Dazu ein Beispiel. Jemand hat einen Sohn und sagt zu ihm: „Lieber Sohn, in einer Stunde gehen wir in die Kirche. Du bist schön angezogen, darum bleibe im Haus und laufe nirgends hin, denn wir gehen bald.“ Der Junge läuft aus dem Haus, trifft einige Freunde, sie klettern in einen Schuppen und dort fällt er von einem Bretterboden hinunter. Er ist verletzt, seine Kleidung zerrissen und verschmutzt. Der armselige Junge wird schließlich nach Hause gebracht. Nun gibt es Probleme. Er ist nicht nur verschmutzt und verletzt, er war auch seinem Vater völlig ungehorsam. Es genügt nicht, seine schmutzigen Kleider zu waschen, und das verkündigen einige: „Jesus macht dich rein“, sondern man muss sich mit der tief sitzenden Rebellion befassen, die sich in Ungehorsam äußert. Wenn der Vater den armen Jungen zu sich nimmt, sind Erbarmen und Liebe im Vaterherzen, aber er muss sich dennoch mit der Rebellion und dem Ungehorsam befassen. Wenn wir ein Evangelium verkünden, wo gesagt wird: „Du bist völlig durcheinander. Komm zu Jesus und er reinigt dich“, dann ist dies nicht die Botschaft vom Kreuz. Man muss die Dimension des äußersten Zorns Gottes sehen, denn so sagt es die Bibel. Wir müssen an den Punkt kommen, wo wir Gott bekennen, dass wir gegen ihn völlig rebellisch sind. Vielleicht kommt jemand zu Gott, weil er verletzt ist, weil jemand völlig durcheinander ist. Vielleicht ist der erste Kontakt mit Gott seine Hand der Heilung und Reinigung, aber wir müssen auch dem Zorn Gottes begegnen, sonst werden wir nicht die Kraft des Kreuzes erfahren.

Am Kreuz sehen wir den Zorn Gottes gegen die Sünde. Darum konnte Jesus nur am Kreuz sterben, denn Gott musste seinen Zorn auf seinen Sohn ausgießen (Jesaja 53,4-10).

Gott, zeige uns deinen Hass auf die Sünde, damit wir nicht mehr so leicht sündigen.

DAS KREUZ & GEBET (5)  -  Die Strafe traf Jesus

Es ist überraschend, wie leicht Menschen in Sünde fallen und dann sagen: „Herr, vergib mir!“ Sie verstehen nicht, was sie getan haben. Natürlich kann ihnen Gott die Sünde vergeben, aber es ist keine Abscheu im Herzen dagegen, was da geschah, wie sehr Gott beleidigt und der Zorn Gottes auf Jesus ausgegossen wurde, damit ihnen vergeben werden kann.

Jesaja 53,4-6: Jedoch unsere Leiden – er hat sie getragen, und unsere Schmerzen – er hat sie auf sich geladen. Wir aber, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Wer schlug ihn? Gott tat es. Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserem Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden. Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen eigenen Weg; aber der Herr ließ ihn treffen unser aller Schuld.

Gottes Zorn musste auf das menschliche Opfer Jesus Christus ausgegossen werden. Das Kreuz war eine Hinrichtungsform für Schwerverbrecher. Und Jesus musste den Tod eines Schwerverbrechers erleiden, weil wir solche sind. So denkt Gott über die Sünde und so beleidigt ist er durch die Sünde. In Gott wird eine ewige Empörung wachgerufen, wenn wir sündigen, und Gott hat keine andere Wahl, weil das seine Natur ist.

Wenn wir das einmal begreifen, dann hassen wir die Sünde, wie Gott sie hasst und wir ehren und bewundern Jesus auf neue Weise dafür, was er für uns getan hat. Er wurde zum zentralen Punkt für Gottes Zorn gegen Sünde.

In der Schrift werden wir immer wieder aufgefordert, ihm in allem zu danken. Wenn wir das Kreuz erkennen, dann ist es die Ursache unserer Dankbarkeit. Sind wir dankbar für das Kreuz, denn es hat den gewaltigen Zorn Gottes gegen die Sünde gestillt? Gottes Natur kann nicht nur einfach die Sünden vergessen, es muss dafür bezahlt werden und sein Zorn muss gestillt werden. So ging Jesus nach dem Willen Gottes ans Kreuz. Er war nicht das Opfer von Umständen. Er wurde gedemütigt, gegeißelt, sein Gesicht war zerschlagen; er wurde nackt ausgezogen, ans Kreuz genagelt und drei Tage lang in die Tiefe der Hölle gezogen, damit der Sünde und dem Zorn Gottes begegnet würde. All das war der vorsätzliche Plan Gottes. Gott gefiel es, Jesus zu zerschlagen.

Nichts kann mit dem verglichen werden, was Jesus für uns getan hat.

DAS KREUZ & GEBET (6)  -  Jeder Anspruch Satans ist entkräftet

Am Kreuz hat Gott Recht und Gerechtigkeit so völlig erfüllt, dass dem Teufel für immer das Maul gestopft wurde.

Kolosser 2,13: Und euch, die ihr tot wart in den Vergehungen und in der Unbeschnittenheit eures Fleisches … Es war aus mit uns, wir waren für die Hölle bestimmt. Wenn man einmal erkennt, was Gott durch Christus am Kreuz tat, dann erkennt man, dass es keine andere Botschaft oder Lösung gibt. Wer das Kreuz nicht ergreift, der ist verloren. Das sollte eine Leidenschaft in uns entzünden, die frohe Botschaft zu verkündigen. Die Schuld besteht und alles religiöse Handeln ändert nichts daran, bis er sie von uns nimmt: Er hat den Schuldschein gegen uns gelöscht, den in Satzungen bestehenden, der gegen uns war, und ihn auch aus unserer Mitte fortgeschafft, indem er ihn ans Kreuz heftete. (Kolosser 2,14).

Jesus schrie am Kreuz `es ist vollbracht`! Im Griechischen steht für `vollbringen` das Wort teleo, ein Wort für Vollendung. Dieses Wort wurde im Rechnungswesen verwendet. Zahlte man eine Schuld völlig zurück, dann schrieb man über den Schuldschein teleo, oder `vollbracht`, weil es nichts mehr zu bezahlen gab. Im Griechischen wird ausgedrückt, als Jesus am Kreuz schrie, war es nicht ein Schmerzensschrei, sondern der siegreiche Schrei eines Kriegers, der dem Gegner den Todesstoß versetzt: „Nichts mehr zu bezahlen!“ Er hat den Schuldschein ans Kreuz genagelt. Sein Blut und all sein Leiden, die Schläge, all das war nötig, um den Zorn Gottes völlig zu stillen. Gott wurde Sühne geleistet und der Teufel hat keinen Grund mehr zur Anklage.

Haben wir das einmal erkannt und der Teufel kommt mit Anklagen, dann sagen wir ihm: „Kennst du nicht das Kreuz? Was sollen diese Anklagen?“

Viele Christen leben in Verdammnis, weil die Kraft des Kreuzes ihr Werk noch nicht getan hat. Vers 15: Er hat die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt. In ihm hat er den Triumph über sie gehalten. Sie haben über mich keine Macht und keinen Anspruch. Der Teufel hat über mich nicht mehr Macht als über Jesus. Wenn wir nicht den Zornesfaktor erkennen, nämlich, dass für alles, wirklich für alles bezahlt wurde, dann können wir auch nicht den Befreiungsfaktor erkennen. Wir sind frei von jeder Anklage und jedem Anspruch des Teufels auf unser Leben. Völlig frei! Das wird unser Gebetsleben gewaltig verändern.

DAS KREUZ & GEBET (7)  -  Der alte Mensch und das Kreuz

Wir wollen uns nun die Wirkung des Kreuzes auf den `alten Menschen` ansehen. In Römer 6,1-6 stellt Paulus den Römern folgende Frage: Was sollen wir nun sagen? Sollten wir in der Sünde verharren, damit die Gnade zunehme?

Ist das Evangelium Christi ein wichtiger Weg zur Sündenvergebung, sodass wir immer zu Jesus kommen können, um wieder eine Woche lang zu versagen? “Herr, vergib mir, dass ich die Kinder angeschrien habe, unreine Gedanken hegte und nicht ehrlich in der Firma war. Aber Gott, ich danke dir für das Blut, das die Sünden der vergangenen Woche wegwäscht, jetzt kann ich erneut eine Woche in Sünde leben.”

Römer 6,2-3 sagt dazu: Das sei ferne! Oder mit anderen Worten: “Weg mit solcher Vorstellung!” Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie werden wir noch in ihr leben? Oder wisst ihr nicht, dass wir, so viele auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?

In Vers 11 steht: Haltet euch der Sünde für tot. Das Wort `sich dafür halten` ist im Griechischen ein Ausdruck der Buchhaltung, eine rechnerische Größe, eine Tatsache. Geschäftsleute mögen meinen: “Eigentlich sind wir in den roten Zahlen und haben Schwierigkeiten, aber wir preisen Gott, dass wir finanziell erfolgreich sind.” Für einen Buchhalter ist das nicht real. Er sagt: “Nein, die Fakten sagen mir das nicht. Die Fakten sprechen von finanziellen Schwierigkeiten.”

Es gibt einen Glauben, der auf menschlichen Vorstellungen beruht, aber wahrer Glaube beruht immer auf Tatsachen im Wort Gottes. Es mag gegen unsere menschliche Logik stehen, aber was Gott betrifft, sind es grundlegende Fakten. Wenn Gott etwas sagt, dann meint er es auch so. Dennoch stolpern viele Christen über das, was Gott sagt und wollen es einschränken. Zum Beispiel steht in 2.Korinther 5,17: Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Das Wort sagt `Neues ist geworden`, es ist schon geschehen, also eine vollendete Tatsache. Man mag sagen: “Das verstehe ich nicht.” Die Bibel sagt aber, dass jemand es ist – eine vollendete Tatsache, es ist schon geschehen. Gott will, dass wir zuerst glauben und dann werden wir verstehen. Wenn man wartet bis man alles versteht, was Gott für einen hat, wird man das meiste davon versäumen. Jemand steigt in ein Auto und fährt damit, ohne zu wissen wie die elektronische Zündung funktioniert. Man sagt nicht: “Ich fahre erst dann das Auto, wenn ich die elektronische Zündung verstehe.” Da müssten die meisten von uns zu Fuß gehen.

Mancher mag sagen: “Das geht wider meinen Verstand.” Es geht nicht gegen den Verstand, sondern bringt den Verstand aus dem Denken der Welt heraus und hinein in das Denken Gottes. Hier geht es um die Erneuerung unseres Denkens, von der wir früher gehört haben.

DAS KREUZ & GEBET (8)  -  Das Gesetz der Vererbung

In Römer 5 wird uns über bestimmte Dinge bezüglich Adam berichtet. Die Bibel sagt, dass wir alle in Adam waren, so wie Levi in den Lenden Abrahams war (Hebräer 7). Das ganze Menschengeschlecht war in Adam und als Adam Gott ungehorsam war, waren wir in den Lenden Adams und so an seinem Ungehorsam mitbeteiligt. Obwohl wir noch nicht lebten, obwohl viele Generationen dazwischen waren, wirkte das Gesetz der Vererbung. Du warst dabei und ich war dabei, als Adam sich zum Ungehorsam entschloss. Wir sind mit Adam durch die Vererbung in seinem Ungehorsam mit dabei gewesen, und die Folgen dieses Ungehorsams kamen auf Adam, aber auch auf uns. Das ist das Gesetz der Vererbung! Es ist ein unverrückbares Gesetz, das in Adam gegen uns wirkt.

Aber in Römer 6 und schon am Ende von Römer 5 wird  uns eine neue Wahrheit dargelegt, nämlich, dass es eine neue Erblinie gibt. Gott schnitt uns am Kreuz von der Erblinie in Adam ab und pflanzte uns in die neue Erblinie in Christus ein. Als Jesus am Kreuz war, war ich in Christus Mitbeteiligter an seinem Opfer, um den Zorn Gottes zu besänftigen. Das ist die rechtmäßige Grundlage für Gott, um mir meine Sünde zu vergeben. Als Jesus begraben wurde, war ich in Jesus, als es geschah. Ich existierte zwar noch nicht, doch war ich in den Lenden Christi, wie ich in den Lenden Adams war. Das Gesetz der Vererbung wirkte in Adam gegen mich, aber in Christus wirkt es herrlich für mich. Ich wurde als Sünder nach der Natur Adams geboren. Es war nicht nur ein theologischer Zustand, sondern völlig wirklich. Ich hatte keine theologisch üble Laune, sondern ich hatte eine reale unreine Gesinnung. In der Linie Adams wirkte alles gegen uns und in der Linie Christi für uns. Erfasst man das, dann explodiert etwas im Geist. Wenn Gott sagt, dass du und ich in seinem Tod vereint waren, dann meint er das genau so. Wenn er sagt, dass du und ich zusammen mit Christus begraben wurden, dann ment er das genau so. Wenn er sagt, dass du und ich mit Christus auferweckt wurden, dann meint er das so. Ich war in den Lenden Christi, als diese Dinge mit Christus geschahen. Dann fuhr er zum Vater auf und setzte sich auf seinen Thron. Ich war in den Lenden Christi, als er all die Segnungen für seinen Gehorsam empfing. Ich weiß, das braucht Zeit, bis es einsickert. Aber es soll unseren Geist erfassen und wir sollen erkennen, dass Gott kein `Angenommen-dass-Spielchen` treibt. Er schaut uns nicht an und sagt: “Eigentlich bist du ein schmutziger Sünder, aber nehmen wir an, du bist gerecht.” Ich bin wirklich gerecht. So sehr du ein wirklicher Sünder in Adam warst, so sehr bist du wirklich gerecht in Christus. Es muss alles mit Glauben in Besitz genomen werden. Das ist das Gesetz der Vererbung. Gott hat mich von einer Erblinie abgeschnitten und mir eine neue Erblinie geschenkt. Das hat das Kreuz für mich getan.

DAS KREUZ & GEBET (9)  -  In den Tod Christi getauft

Römer 6,3 sagt: Oder wisst ihr etwa nicht, dass alle, die im Namen Jesu Christi getauft wurden, Anteil an seinem Tod haben? Die Taufe ist ein physischer Akt des Gehorsams, aber sie beinhaltet ein tiefes, tiefes geistliches Geheimnis. Wenn man zur Glaubenstaufe gelangt, dann wirkt die Kraft in deinem Leben.

Die Bibel stellt die Taufe als Tod und Auferstehung dar. Man wird im Wasser begraben und kommt in den Tod, den Jesus gestorben ist. Aber dort bleibt man nicht auf unbestimmte Zeit, sondern man wird wieder auferweckt. Das symbolisiert, dass man vereint ist mit Christus.

Warum wurde Jesus getauft? Er hatte nichts wegzuwaschen, er hatte nicht einmal eine alte Natur zu begraben. Für ihn war es die Taufe der Identifikation. Er kam in das Wasser, wo Adams Geschlecht die Lösung für seine Sünden suchte. Johannes der Täufer taufte sie in die Buße, aber es gab keine Kraft darin, bis das Kreuz wirkte. Es besteht ein Verlangen zur Buße, aber keine Kraft zur Buße, bis das Kreuz in unserem Leben gewirkt hat. Sie suchten aufrichtig eine Lösung für ihre Sünden, deshalb stieg Jesus ins Wasser, um die Lösung zu sein.

Durch die Taufe wurde er in das Geschlecht Adams eingetaucht. Obwohl er von Maria geboren war, fand die völlige Identifikation mit dem Geschlecht Adams durch das Untertauchen bei der Taufe im Jordan statt. Damit war er völlig und geistlich mit Adams Geschlecht identifiziert und wurde wortwörtlich einer von uns. Obwohl er keine ererbte Sündennatur hatte, war sein Menschsein so wie unseres, abgesehen von der Adamsnatur. Er gab sein Menschsein hin und wurde getauft. Man könnte sagen, das glich einem Hochzeitsfest, als würde der Vater zum Sohn sagen: “Sohn, willst du dieses gefallene, sündige, korrupte, böse Geschlecht heiraten? Willst du dieses verdorbene Menschengeschlecht heiraten? Willst du es auf wunderbare Weise reinigen und es makellos vor mich stellen?” “Ja, Vater, ich will das!”

So gab es bei der Taufe Jesu ein öffentliches Zeugnis betreffend seiner Verehelichung mit dem Geschlecht Adams. Wenn wir dann getauft werden, vollenden wir den zweiten Teil der Eheschließung. Gott sagt zum Bräutiam: “Willst du diese Frau zur Ehefrau nehmen? Willst du sie lieben, für sie sorgen und sie nähren, willst du sie reinigen und sie heiligen? Willst du sie herrlich machen?” “Ja, Vater, ich will es!” Wenn wir als Einzelne vor Gott treten, dann sagt er zu uns: “Willst du diesen Mann als deinen geliebten Ehemann nehmen, um ihn zu ehren, ihm zu gehorchen und ihm zu dienen?”

Bei der Taufe werden wir mit Christus verheiratet. Alle seine Reichtümer, all seine Fülle, seine persönliche Kraft und all seine Herrlichkeit gehören uns durch die Taufe in Jesus. Wenn wir in Christus getauft werden, werden wir in seinen Tod getauft.

DAS KREUZ & GEBET (10)  -  Der Glaubenskampf in Gethsemane

Als der Augenblick kam und Jesus zum Erretter der Welt wurde, nahm der Vater die gesamten Sünden von Adams Geschlecht  –  jede Sünde, die Menschen je begingen, und legte sie auf Jesus. Denkt an Jesu Heiligkeit, der niemals Sünde berührte. Wie muss das gewesen sein, als all der Schmutz auf ihn geworfen wurde? Die Sünde der ganzen Welt, jeder einzelnen Handlung von Adams Geschlecht wurde auf ihn gelegt. In 1.Korinther 15,45-47 wird Jesus als der letzte Adam beschrieben. Er wurde sozusagen zum Abfallkübel, in den Gott allen Abfall von Adams Geschlecht hineinwarf. Aller Schmutz, alle Verderbtheit und Unzüchtigkeit von Adams Geschlecht wurde auf Christus geworfen.

Das war das Ringen in Gethsemane, als Jesus sagte: “Vater, wenn es möglich ist, lasse diesen Becher an mir vorübergehen.” Es ging nicht um das physische Leiden, sondern um das revolutionäre Handeln, dass Jesus jede Sünde auf sich nahm. Er aber sagte dann: “Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe.”

Zusätzlich wird uns in 2.Korinther 5,21 gesagt: Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm. Nicht nur die Handlungen der Sünde, sondern auch die Natur der Sünde wurden auf ihn gelegt, und er wurde verdorben mit all der Verderbtheit Adams. Er war der abstoßendste, schmutzigste und Sünden beladenste Mensch und das millionenfach mehr, als es die Welt je gesehen hat. Es war nicht seine Sünde, sondern die Sünde von allen anderen. Darum hatte der Tod so ein Anrecht auf ihn, denn in 1.Korinther 2,9 steht, dass der Stachel des Todes die Sünde ist. Je mehr man mit Sünde gestochen ist, umso quälender ist der Tod, umso tiefer stirbt man. Der Tod öffnete seinen Rachen, verschlang ihn und zog ihn in die Tiefen der Hölle, denn er hatte millionenfach mehr Recht und Anspruch auf ihn als auf irgendeinen anderen Menschen.

Doch bevor Jesus starb, erwarb er durch den Akt des kämpfenden Glaubens seine Auferstehung.

In Hebräer 5,7 wird gesagt: Der hat in den Tagen seines Fleisches sowohl Bitten als auch Flehen mit starkem Geschrei und Tränen dem dargebracht, der ihn aus dem Tod erretten kann, und ist um seiner Gottesfurcht willen erhört worden. Dieser Vers sagt, dass Jesus `aus dem Tod heraus` errettet wurde.

Jesus betete nicht: “Vater, ich möchte nicht sterben”, sondern, “Vater, wenn ich gestorben bin, dann haben Tod und Hölle solch ein Anrecht auf mich, aber ich beanspruche, dass mich deine Herrlichkeit, deine Kraft `aus dem Tod heraus` erretten wird.”

Jesus wurde erhört und erwarb den Rechtstitel für seine Auferstehung durch den Glaubenskampf im Garten Gethsemane.

DAS KREUZ & GEBET (11)  -  Wir sind seine Auferstehung

Wenn wir die Natur von Jesu Tod am Kreuz verstehen, dann erkennen wir, was wirklich am Kreuz geschah. Er nahm den Zorn Gottes wegen der Sünde der Menschheit auf sich, und darum wird er in 1.Korinther 15,45 der `letzte Adam` genannt. An ihm hat Gott seinen Zorn ausgelassen, er wurde zum Mistkübel, zum Gefäß für die Sünde von Adams Geschlecht. Du und ich, wir waren in ihm und Teil von ihm, als das geschah, darum konnte Gott so gerecht und richtig handeln, was deine und meine Sünde betrifft.

Am Kreuz schrie Jesus: “Mein Gott! Mein Gott! Warum hast du mich verlassen?” Jesus war so voller Sünde, dass der Vater mit ihm keine Gemeinschaft haben konnte. Es tat sich ein Kluft auf, so weit wie die Hölle, während er die Sünde von Adams Geschlecht trug. Dabei war er völlig allein. Als er den Vater am nötigsten brauchte, war er völlig abgeschnitten von ihm. Bei ihm waren jubelnde Dämonen und spottende Menschen, die Finsternis der Hölle, der Schmerz und die Qualen von Golgatha. Selbst am Kreuz kämpfte er den guten Kampf des Glaubens, um seine Auferstehung zu erlangen, deine Errettung, um die Gemeinde hervorzubringen und die Nationen zu erretten. Er hatte kein Mitleid mit sich selbst und kämpfte einen herrlichen Kampf am Kreuz. So musste er den Tod tiefer schmecken als irgendein Mensch.

Dann begann die Kraft seiner Gebete und seines Glaubens zu wirken. Am dritten Tag wurde die Hölle erschüttert. Ich kann mir vorstellen, wie die diensthabenden Dämonen sagten: “Nanu, was ist hier los? Alles wird erschüttert!” Der Alarm wurde ausgelöst: “Ein Gefangener bricht aus! Wer ist es? Der Menschensohn! Er? Er kann nicht auferstehen! Wir können dieser Kraft nicht widerstehen!” Der Ruf erging an alle Dämonen: “Kommt hier zusammen! Der Menschensohn ist im Begriff aufzuerstehen. Tut er das, dann ist das Ende unseres Königreichs gekommen. Das ist das Ende unserer Macht!”

In Kolosser 2,15 steht: Er hat die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt. In ihm hat er den Triumph über sie gehalten. Er ist den Fürsten und Gewalten `entschlüpft`. Er entwand sich ihnen und stieg auf in den herrlichen Himmel zur Rechten des Vaters. Er starb mit millionenfachen bösen Launen, millionenfachen unreinen Gesinnungen und jeder Art von Schmutz und Obszönität in ihm, aber bei seiner Auferstehung war alles weg.

In Römer 6,3 sagt uns Paulus: So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod  (Wofür? Dass wir darin verharren? Sicher nicht.), damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in Neuheit des Lebens wandeln. Denn wenn wir verwachsen sind mit der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch mit der seiner Auferstehung sein.

Wir werden seine Auferstehung sein, wenn wir mit ihm eins im Tod waren. Gott hat sich mit deiner Sünde so radikal befasst, wie er es mit der Sünde Jesu getan hat, die in seinem Tod auf ihn gelegt worden ist.

DAS KREUZ & GEBET (12)  -  Gelebtes Auferstehungsleben

Wir müssen glauben, was Gott sagt und nicht versuchen zu verstehen, was er sagt. Sage: “Gott, du weißt, was du meinst, selbst wenn ich nicht weiß, was du meinst. Auch wenn es nicht danach aussieht, selbst wenn mein Verstand sagt `Aber es geschieht nichts. Ich habe noch immer all diese Probleme. Ich kämpfe immer noch mit dem Rauchen, mit Übergewicht, und schreie noch immer mit den Kindern. Ich bin gereizt, bin übel gelaunt, ich bin dies und das`”.

Du fragst dich: “Wie kann ich Auferstehungsleben haben?” Gott hat es gesagt, das ist die Antwort, und indem du es im Glauben ergreifst, wird es zu einer Erfahrung in deinem Leben. Die Kraft des Kreuzes kann sein Werk vollbringen.

Nun zu Römer 6,6: Da wir dies erkennen (das ist die zweite Sache, die wir erkennen müssen, nämlich was geschah, als Jesus starb und was mit dir geschah, als Jesus starb und auferweckt wurde), dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen.

Das Wort `abgetan` ist so stark. Doch wie kann man sagen, dass der alte Mensch `abgetan` ist, wenn er noch immer lebendig und wirksam ist? Aber das Wort sagt hier deutlich, dass er `abgetan`, dass er `unwirksam` gemacht und `zerstört` wurde. Das ist die Bedeutung dieses Wortes. Uns wird hier gesagt, dass die Kraft des Kreuzes den alten Menschen ein für alle Mal gekreuzigt hat, damit er uns keine Schwierigkeiten macht. Jesus starb am Kreuz für uns und das gilt ein für alle Mal. Er starb nur einmal und muss nicht weiterhin Opfer für die Sünde darbringen. Der eine Tod am Kreuz genügte für alle Sünden, für alle Zeit, weil wir alle damals in ihm waren, und unser aller Sünde in ihm war, als er starb. So braucht das keiner mehr für uns zu tun.

Es ist eine unwahre Vorstellung, wenn man meint: “Jesus ist für die vergangenen Sünden gestorben, aber man ist selbst zuständig für seine zukünftigen Sünden.”

Nein, alles war in ihm. Das Kreuz ist kein Zeitereignis, sondern ein Ereignis in Ewigkeit. Es geschah zu einem bestimmten Zeitpunkt, aber es hat eine ewige Wirkung. Abraham konnte 2000 Jahre vorausblicken, die Kraft des Kreuzes empfangen und leben.

DAS KREUZ & GEBET (13)  -  Gelebtes Auferstehungsleben

Wir müssen glauben, was Gott sagt und nicht versuchen zu verstehen, was er sagt. Sage: “Gott, du weißt, was du meinst, selbst wenn ich nicht weiß, was du meinst. Auch wenn es nicht danach aussieht, selbst wenn mein Verstand sagt `Aber es geschieht nichts. Ich habe noch immer all diese Probleme. Ich kämpfe immer noch mit dem Rauchen, mit Übergewicht, und schreie noch immer mit den Kindern. Ich bin gereizt, bin übel gelaunt, ich bin dies und das`”.

Du fragst dich: “Wie kann ich Auferstehungsleben haben?” Gott hat es gesagt, das ist die Antwort, und indem du es im Glauben ergreifst, wird es zu einer Erfahrung in deinem Leben. Die Kraft des Kreuzes kann sein Werk vollbringen.

Nun zu Römer 6,6: Da wir dies erkennen (das ist die zweite Sache, die wir erkennen müssen, nämlich was geschah, als Jesus starb und was mit dir geschah, als Jesus starb und auferweckt wurde), dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen.

Das Wort `abgetan` ist so stark. Doch wie kann man sagen, dass der alte Mensch `abgetan` ist, wenn er noch immer lebendig und wirksam ist? Aber das Wort sagt hier deutlich, dass er `abgetan`, dass er `unwirksam` gemacht und `zerstört` wurde. Das ist die Bedeutung dieses Wortes. Uns wird hier gesagt, dass die Kraft des Kreuzes den alten Menschen ein für alle Mal gekreuzigt hat, damit er uns keine Schwierigkeiten macht. Jesus starb am Kreuz für uns und das gilt ein für alle Mal. Er starb nur einmal und muss nicht weiterhin Opfer für die Sünde darbringen. Der eine Tod am Kreuz genügte für alle Sünden, für alle Zeit, weil wir alle damals in ihm waren, und unser aller Sünde in ihm war, als er starb. So braucht das keiner mehr für uns zu tun.

Es ist eine unwahre Vorstellung, wenn man meint: “Jesus ist für die vergangenen Sünden gestorben, aber man ist selbst zuständig für seine zukünftigen Sünden.”

Nein, alles war in ihm. Das Kreuz ist kein Zeitereignis, sondern ein Ereignis in Ewigkeit. Es geschah zu einem bestimmten Zeitpunkt, aber es hat eine ewige Wirkung. Abraham konnte 2000 Jahre vorausblicken, die Kraft des Kreuzes empfangen und leben.

DAS KREUZ & GEBET (14)  -  Der alte Mensch am Kreuz

In Psalm 51,7 sagt David: Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. Hier spricht er über den `alten Menschen`, der die Natur Adams mitbekam. Eine weitere Sache ist, dass man durch die Sünde geformt wird; durch die Art, wie mich meine Eltern behandelt haben; was mit mir in der Schule geschah; wie ich als Kind durch die Sündhaftigkeit der Welt geformt wurde, in die ich geboren wurde. Vielleicht hat jemand schreckliche Furcht im Leben, weil die Eltern sagten: “Tu das ja nicht!”, “Du bist schrecklich”, “Wir wollten dich nicht”. Das steckt wie ein Pfeil in der Seele und wir werden durch die Zurückweisung in diesen Aussagen verwundet, wir werden geformt in der Gefallenheit. Du gehst als Kind zur Schule und die anderen lachen dich wegen irgendeiner Sache aus: “Haha, wie du aussiehst!” Du machst bei den Spielen nicht mit und verdrückst dich in eine Ecke, weil du nicht ausgespottet werden willst. Oder vielleicht hattest du einen schlechten Lehrer, der dir sagte, dass du es nie schaffen wirst und du ein Versager bist. Viele von uns haben das zu einem bestimmten Maß erlebt. Vielleicht bist du von den Menschen, die dich lieben und behüten sollten, sexuell missbraucht worden, eine schockierende Tatsache, die man kaum einordnen kann. Auch die Einwirkung der Sünde ist eine Dimension, die den `alten Menschen` betrifft.

Dann kommt noch dazu, was wir selbst getan haben. Wir können nicht immer dem Teufel die Schuld geben und den Eltern. Denn ehrlich gesagt, wir haben Entscheidungen getroffen, die Gewohnheiten und tief gewirkte Sünden in unser Leben gebracht haben.

Kommen wir zur Errettung, dann begegenen wir diesen drei Bereichen des `alten Menschen`: Das Erbe Adams, die Formung in unserer Kindheit und das, was wir selbst bewusst getan haben. Das macht den `alten Menschen` aus.

Gott sagt uns, dass er den ´alten Menschen` kreuzigte, denn er konnte nichts mit ihm tun. Er konnte nichts übertünchen, verbessern oder reparieren. Er kann ihn einzig und allein vernichten. Und das tat er auf Golgatha. Er nahm dich und deine alte Natur, dein altes Erbe und deine alten Wege und kreuzigte sie mit Christus.

Ein Teil des Keuzes ist, dass Jesus für mich starb. Ein zweiter Teil des Keuzes ist, dass ich mit Jesus starb. Ich sterbe mit ihm und erlebe die Kreuzigung des `alten Menschen`, wenn ich in Christus bleibe. So wird die  `alte Natur` zerstört. Und wenn einmal die Kraft des Kreuzes in mein Leben kommt, dann ist sie die Kraft, die die den `alten Menschen` zerstört.

Im Kreuz ist eine Kraft, den `alten Menschen` zu töten, zu zerstören! Das kann jeder haben und es ist wert, Gott diesbezüglich keine Ruhe zu lassen.

DAS KREUZ & GEBET (15)  -  Was für ein Erretter!

Das Kreuz hat die Kraft, den `alten Menschen` zu töten. So bist du kein Gefangener deines Erbes mehr, deines Elternhauses und deiner Umgebung, und auch nicht von sündigen Handlungen, die du getan hast.

Im Kreuz ist eine Kraft, den `alten Menschen` zu töten, zu zerstören! Das kann jeder haben und es ist wert, Got diesbezüglich keine Ruhe zu lassen. In Lukas 11,9.10 steht: Und ich sage euch: Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden! Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden.  Es besteht eine sechsfache Garantie, wenn du diesen Dingen nachstrebst, dass du sie bekommst.

Zusammengefasst geht es um das Wissen, dass wir in seinen Tod getauft wurden. Wir müssen wissen, dass der `alte Mensch` zerstört wurde. In Römer 6,9.10 steht: Da wir wissen, dass Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn. Denn was er gestorben ist, ist er ein für allemal der Sünde gestorben; was er aber lebt, lebt er Gott.

So wie er Gott lebt, können du und ich Gott leben, wenn das Kreuz gewirkt ist. Du musst es aber ergreifen. Wie empfingst du deine Errettung? Durch den Glauben! Wie empfängst du das Werk des Keuzes? Durch Glauben ergreifst du es. Gemäß dem Wort ist es geschehen und musss vom Gläubigen in Besitz genomen werden.

So liegt das zweite Werk des Keuzes darin, dass ich mit Christus sterbe und den alten Menschen töte, weil es mit ihm aus ist und er keine Macht mehr über mich hat. Ich muss nicht immer weiter sündigen, sondern kann von der Macht der Sünde frei sein. Um das umzusetzen, müssen wir das Fleisch verstehen, welches in der nächsten Folge behandelt wird.

Herr Jesus, wir wollen dir dafür danken, wie du das Problem des alten Menschen gelöst hast. Wir wollen dir danken und dich preisen. Möge die Wahrheit von der Kraft des Kreuzes in uns wirken: dass jeder errettet wird, der es noch nicht ist, dass die Knechtschaft der Vergangenheit zerbricht und wir so befreit sind zu den neuen Geschöpfen hin, die wir in Christus Jesus sind. Schenke uns die Gnade, diese Wahrheit zu ergreifen. Wir wollen nicht mehr weitersündigen. Der Glaube Gottes sei losgelöst, damit wir nicht nur das Wort hören, sondern es auch glauben. Römer 10,10: Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil.

DAS KREUZ & GEBET (16)  -  Der alte Mensch und das Fleisch

Durch die Herrschaft des `alten Menschen` sind wir Gefangene der Sünde. Aber in Römer 6,6 wird gesagt; dass der `alte Mensch` mit Christus gekreuzigt wurde. Ich brauche mich nicht mehr so zu verhalten, wie es meiner Vergangenheit entspricht. Das Kreuz hat die Kraft all dieser Dinge zerbrochen. Das bringt uns nicht automatisch in ein siegreiches Leben über die Sünde, aber wir werden von der Tyrannei befreit, ständig weiter sündigen zu müssen. Das Kreuz befreit uns, damit wir unseren Herrn und Meister wählen können.

In Epheser 2,1-3 steht: Auch euch hat er auferweckt, die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden, in denen ihr einst wandeltet gemäß dem Zeitlauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht der Luft, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt. Unter diesen hatten auch wir einst alle unseren Verkehr in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten und von Natur Kinder des Zorns waren wie auch die anderen.

Und in Galater 5,16.17 wird gesagt:  Ich sage aber: Wandelt im Geist, und ihr werdet die Begierde des Fleisches nicht erfüllen. Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, der Geist aber gegen das Fleisch; denn diese sind einander entgegengesetzt, damit ihr nicht das tut, was ihr wollt.

Was ist der Unterschied zwischen `alter Mensch` und `Fleisch`? Der alte Mensch sagt: “Ich will nicht! Ich hasse Gott und seine Wege. Ich hasse Gott und seine Gesetze. Ich hasse Gott und seine Gerechtigkeit! Ich rebelliere gegen alle diese Dinge!”

Das Fleisch sagt: “Ich versuche gut zu sein. Ich will es ernsthaft versuchen. Ich möchte wirklich ein besseres Leben leben. Ich werde alles versuchen, mich zu ändern!” Und dann versagt es nicht durch Rebellion, sondern durch Schwachheit!

Es ist unmöglich, aus sich selbst heraus ein siegreiches Christenleben zu leben, indem man seine Seele und den Leib diszipliniert. Die Schwäche des Fleisches ist seine eigene Anstrengung. Beim Fleisch steht das Ich im Mittelpunkt: Ich, ich und immer nur das Ich. “Ich werde mein Bestes tun, um Gott zu dienen.”

Der Mensch ist in Abhängigkeit von Gott geschaffen. Jemand muss über ihm herrschen und er kann nicht unabhängig leben, denn das ist das Leben des Teufels. Geht man von der Herrschaft Gottes weg, kommt man letztendlich unter die Herrschaft Satans. Du kannst die Welt nicht davon abhalten, dich in ihre Formen zu pressen. Lebst du nicht unter der Herrschaft Gottes, wird dich der Druck der Umgebung, der Gruppe, in eine bestimmte Form zwängen, die sie dir vorgeben. All diese Einflüsse, die Welt, der Gruppendruck und natürlich dein eigenes Fleisch werden vom Teufel kontrolliert. Letzt- endlich tust du den Willen es Teufels, ohne es zu merken.

DAS KREUZ & GEBET (17)  -  Wähle deinen Herrn

Der Mensch ist in Abhängigkeit von Gott geschaffen. Jemand muss über ihm herrschen und er kann nicht unabhängig leben, denn das ist ungöttliches Leben. Geht man von der Herrschaft Gottes weg, kommt man letztendlich unter die Herrschaft Satans. Du kannst die Welt nicht davon abhalten, dich in ihre Formen zu pressen. Lebst du nicht unter der Herrschaft Gottes, wird dich der Druck der Umgebung, der Gruppe, in eine bestimmte Form zwängen, die sie dir vorgeben. All diese Einflüsse, die Welt, der Gruppendruck und natürlich dein eigenes Fleisch werden vom Teufel kontrolliert. Letzt- endlich tust du den Willen des Teufels, ohne des zu merken.

Durch das Kreuz wird der alte Mensch getötet und seine Herrschaft gebrochen und dir  ermöglicht, die Freiheit zu wählen.

In Römer 6,15 steht: Was nun, sollen wir sündigen, weil wir nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade sind? Das sei ferne! In den ersten vierzehn Versen werden wir über die Kraft des Kreuzes gelehrt, die die Tyrannei des alten Menschen bricht. Und am Anfang von Römer 6 wird die  Frage gestellt: Was sollen wir nun sagen? Sollten wir in der Sünde verharren (ständig weiter sündigen), damit die Gnade zunehme?

Ist das christliche Evangelium ein Leben des ständigen Dahinsündigens, und dann kommen wir am Sonntag in die Kirche und dann erleben wir wieder eine Woche mit Versagen. So meint man, dass man immmer wieder weiter sündigt. Jedoch steht in Römer 6,1-2: Was sollen wir nun sagen? Sollten wir in der Sünde verharren, damit die Gnade zunehme? Das sei ferne! Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie werden wir noch in ihr leben? Gemeint ist: Also, wisst ihr nicht, dass der alte Mensch gekreuzigt wurde? Dann im Vers 15: Was nun, sollen wir sündigen, weil wir nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade sind? Das sei ferne!

Somit stellt sich die Frage, hat das Evangelium Jesu Christi die Kraft, die Sünde zu vermindern oder völlig zu beseitigen? Bevor jemand errettet wurde, schlug er seine Frau jeden Tag, nun schlägt er sie nur mehr einmal in der Woche. Welche Verbesserung! Welch ein Evangelium! Aber so leben wir.

Wir erwarten vom Evangelium eine Verminderung der Sünde, aber die Vorstellung, überhaupt nicht mehr zu sündigen, klingt wie eine Irrlehre. Die Kraft des Kreuzes ermöglicht, nicht zu sündigen. Sie bricht die Tyrannei des alten Menschen und ermöglicht, eine Wahl zu treffen: Entweder lässt du Gerechtigkeit oder Sünde über dir herrschen. Mit anderen Worten: Wähle deinen Herrn!

Wenn du die Sünde zum Herrn wählst, dann wirst du weiter sündigen. Wenn du Gott zum Herrn wählst, dann hast du die Möglichkeit, nicht zu sündigen.

DAS KREUZ & GEBET (18)  -  Unser eigenes Kreuz

Die erste Dimension des Kreuzes ist, dass durch den Tod Jesu am Kreuz die Schuld für unsere Sünden bezahlt wurde. Eine Handlung, bei der Jesus ein für allemal für mich starb. Ich hatte keinen Anteil daran, sondern empfange das Vorrecht allein deshalb, weil er für mich am Kreuz starb.

Die zweite Dimension des Kreuzes besteht darin, dass ich mit Christus gestorben bin, weil der alte Mensch getötet wurde. Das ist ein für allemal. Im Wort wird uns gesagt, dass es Vergagenheit ist und schon geschehen ist. Mein alter Mensch wurde mit Christus gekreuzigt.

Die dritte Dimension des Kreuzes ist, dass wir das Kreuz aufnehmen müssen. Das ist nicht ein für allemal, sondern ein ständiger Vorgang. Das is nicht das Kreuz Jesu, sondern unser Kreuz.

In Lukas 9,23 steht: Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf täglich und folge mir nach! Also welches Kreuz? Dein eigenes Kreuz! Er sagt, du kannst ihm nicht nachfolgen, du kannst kein Jünger sein, wenn du nicht dieses Kreuz aufnimmst. Das Kernstück dieses Kreuzes ist, dass du dich selbst verleugnest. Hier geht es nicht um den alten Menschen, sondern um das Ich, das fleischliche Eigenleben.

Die Seele und der Leib handeln unabhängig von Gott. Es könnte sogar sein, dass man in dieser Unabhängigkeit viel für Gott tut. Aber man macht es unabhängig, mit eigener Anstrengung – das ist das Fleisch. Sehr oft scheint das Fleisch überhaupt nicht sündig zu sein, denn es versucht aus ganzer Kraft den Willen Gottes und die Werke Gottes zu tun. Das ist so heimtückisch daran.

Jetzt zu Lukas 14,27: Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht mein Jünger sein. Wir müssen ein Kreuz aufnehmen, wo wir täglich das Leben des Fleisches töten, damit die Sünde nicht länger über uns herrscht. Das ist der Kampf, den wir in Römer 7,15-24 lesen. Paulus sagt: Das Gute, das ich tun möchte, tue ich nicht. Das Böse, das ich nicht tun möchte, das tue ich. Ich elender Mensch. Wer wird mich von diesem todverfallenen Leib erlösen? Liest man diese Verse dann fällt einem auf, dass das Wort `ich` sehr oft vorkommt. Viele von uns leiden daran, weil sie mit eigenen Anstrengungen das tun, was nur der Heilige Geist tun kann. Man muss das Fleisch hassen, wie Gott es hasst. Es kommt Gottes Zielen in die Quere und schafft eine Basis, dass Sünde in deinem Leben Raum findet.

DAS KREUZ & GEBET (19)  -  Das Fleisch kreuzigen

In Galater 5,16.17 steht: Ich sage aber: Wandelt im Geist, und ihr werdet die Begierde des Fleisches nicht erfüllen. Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, der Geist aber gegen das Fleisch; denn diese sind einander entgegengesetzt, damit ihr nicht das tut, was ihr wollt. In Römer, Kapitel 6 und 7 steht, dass die Sünde durch das Fleisch Gelegenheit findet und mich beherrscht. Hier ist das schwache Fleisch, das den Willen Gottes tun möchte; es ist nicht böse, nicht rebellisch wie der alte Mensch, es ist einfach schwach und sagt: “Ich versuche den Willen Gottes zu tun!”

Das Fleisch hat nicht die Kraft, dem Teufel und der Sünde zu widerstehen und hat nichts mit dem alten Menschen zu tun, von dem man ja schon befreit wurde. Bevor Adam die Sündennatur bekam musste er nur unabhängig werden. Noch vor der Sünde, kam der Schritt in die Unabhängigkeit. Gott befreit dich von der Tyrannei des alten Menschen (Sündennatur), aber er kann für dich nicht wählen, ob du im Fleisch oder im Geist lebst. Diese Entscheidung musst du täglich selber treffen.

Das Fleisch ist für die Sünde offen und kann niemals der Sünde widerstehen, weil es keine Kraft hat. Wenn man das neue Leben in Christus Jesus durch die Kraft des Kreuzes erlebt hat, aber nicht die Gefahr des unabhängigen Ichs beachtet, wird man bittere Niederlagen erleben.

Man muss soweit kommen, dass man as Fleisch hasst, wie Gott es hasst. Lebt man im Fleisch, dann gibt es keine Möglichkeit eines siegreichen Lebens, obwohl die Kraft da ist. Gott hat dich nie über die Sünde siegen lassen, sondern deinen alten Menschen am Kreuz zerstört, damit du beginnen kannst, eine Person zu werden, die im Geist lebt.

In Galter 5,19-21 finden wir dann eine schreckliche Auflistung: Offenbar aber sind die Werke des Fleisches; es sind: Unzucht, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsüchteleien, Zwistigkeiten, Parteiungen, Neidereien, Trinkgelage, Völlerei und dergleichen. Von diesen sage ich euch im voraus, so wie ich vorher sagte, dass die, die so etwas tun, das Reich Gottes nicht erben werden. Wenn man dem Fleisch im Leben Raum gibt, schafft man eine Landeplattform für böse Einflüsse. Das erklärt, warum Frauen und Männer Gottes plötzlich so sündigen, weil sie die Warnung der Schrift nicht ernst genommen haben.

In den Versen 22-24 steht: Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. Gegen diese ist das Gesetz nicht. Die aber dem Christus Jesus angehören, haben das Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt.

Das ist eine Entscheidung des Glaubens: “Ich sehe jetzt die völlige Sündhaftigkeit des Fleisches und ich werde ihm keinen Raum mehr in meinem Leben geben.”

DAS KREUZ & GEBET (20)  -  Nicht im Fleisch wandeln, um im Geist zu wandeln

Es braucht unsere Entscheidung, uns mit dem Fleisch befassen und mit Gott übereinzu-stimmen und zu sagen: “Gott, ich erkenne es jetzt und übereinstimme mit dir, dass das Fleisch für dich völlig abscheulich ist und ans Kreuz gehört.” Dann wechselst man die Seite. Statt wie König Saul zu sein, der sein Fleisch zu schützen versuchte und es nicht tötete, wirst du wie Samuel, der das Schwert zog und sagte: “Ich werde dich töten, weil ich erkenne, wie sündhaft es ist, dich leben zu lassen.” (1.Samuel 15).

Wenn Gott ein Stück Fleischlichkeit offenlegt, dann wirst du mit Gott zusammen zum freudigen Vollstrecker gegen das Fleisch, selbst wenn es weh tut. Es könnte im Bereich des Stolzes sein. Gott könnte deinen Stolz offenlegen oder dein Selbstleben und es mag demütigend sein, sich damit auseinander zu setzen. Dennoch gibt es eine Möglichkeit, sich mit Gott zusammen auf freudige Weise damit zu befassen. Gott soll dir jede Dimension des Fleisches zeigen.

Wir können uns entschließen, entweder mit Gott zusammen das Fleisch freudvoll zu töten oder es bewahren und am Leben erhalten, weil wir nicht in Verlegenheit oder Demütigung kommen und erniedrigt werden wollen. Wenn man beleidigt wird, dann kommt das zu 97 Prozent aus einer Reaktion des Fleisches. Gewöhnlich ist das auch so, wenn man zornig wird. Es muss zu einer Glaubensentscheidung kommen, die mit Gott übereinstimmt, dass das Fleisch getötet weren muss. Diese Glaubensentscheidung erlaubt der Gnade Gottes die Kraft Gottes loszulösen, um das Fleisch zu töten.

In Römer 8,13-14 steht: Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben, wenn ihr aber durch den Geist die Handlungen des Leibes tötet, so werdet ihr leben. Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Gott leitet dich in eine Reihe von Umstände, um dein Fleisch offenzulegen, damit du dich damit befassen kannst. Das ist der schnellste Weg zur christlichen Reife.

Wenn du täglich und ständig dein Fleisch kreuzigst, dann wirst du leben. Tust du es nicht, dann wirst du sterben sagt die Bibel. Das Gegenteil zu den Werken des Fleisches ist der Wandel im Geist. Zurück zu Galater 5,1: Steht nun fest und lasst euch nicht wieder durch ein Joch der Sklaverei belasten! Das gibt einem nicht die Freiheit zu tun was man möchte. Nun zu Vers 13: Denn ihr seid zur Freiheit berufen worden, Brüder. Nur gebraucht nicht die Freiheit als Anlass für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe! Weiter zu Vers 25: Wenn wir durch den Geist leben, so lasst uns durch den Geist wandeln! Den Wandel im Fleisch meidet man, indem man im Geist wandelt. Dazu Vers 16: Ich sage aber: Wandelt im Geist, und ihr werdet die Begierde des Fleisches nicht erfüllen.

Bevor man im Geist wandeln kann, muss man lernen, nicht im Fleisch zu wandeln. Wir sind jahrelang im Fleisch gewandelt und tun das instinktiv. Wenn etwas Unvorher-gesehenes geschieht, reagirt man schon im Fleisch, bevor man es noch merkt. Indem Gott das Fleisch vernichtet, belässt er die Glieder des Leibes, damit sie dem Geist folgen können.

DAS KREUZ & GEBET (21)  -  In Christus bleiben -  im Geist wandeln

Römer 8,1: Also gibt es jetzt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.  Das gilt für alle, die nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist wandeln. Dann Vers 4: Damit die Rechtsforderung des Gesetzes erfüllt wird in uns, die wir nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist wandeln. Dann zu Vers 2: Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat dich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.

Als die Menschen das Gesetz der Aerodynamik entdeckten, begann die Geschichte des Fliegens. Wenn man in einem Flugzeug sitzt, dann wirkt das Gesetz der Aerodynamik und man wird über das Gesetz der Schwerkraft gehoben. Sitz man im Flugzeug, dann scheint das Gesetz der Schwerkraft nicht mehr zu wirken. Man fliegt in 9.000 Meter Höhe und geht entspannt und glücklich im Flugzeug auf und ab. Öfnet man aber die Tür und tritt hinaus, dann ist das Gesetz der Schwerkarft sehr wohl noch gültig. Man muss im Flugzeug bleiben.

Dieses Gesetz des Geistes des Lebens ist allein in Christus Jesus! Kommst du aus Christus heraus, verlässt du dieses Prinzip. Es ist die Kraft des Geistes in Christus Jesus, dass du über dem Gesetz der Sünde und des Todes lebst. Wenn du im Geist Christi lebst, scheint das Gesetz der Sünde und des Todes nicht zu gelten. Es ist aber da und wage ja nicht, aus Christus heraus in dein ICH zu treten, denn dann gilt das Prinzip nicht mehr.

Mit anderen Worten, du musst lernen im Geist Christi zu leben und niemals aus Christus heraus in dein Selbst zu kommen. Bist du in Christus, dann kannst du nicht in deinem Selbst sein, bist du in deinem Selbst, dann kannst du nicht in Christus sein. Das geht nicht automatisch, sondern du wählst ständig diese Art zu leben. Es ist nicht ein und für alle Mal, sondern eine ständige tägliche Haltung. Du musst Augenblick für Augenblick in Christus Jesus elben, gemäß dem Gesetz der des Geistes in Christus Jesus. Wenn du so lebst, wird die Macht der Sünde in deinem Leben gebrochen sein. Du bist frei vom Gesetz der Sünde und des Todes, weil das Gesetz der Sünde nur im Fleisch wirkt und nicht in Christus. Das Gesetz des Geistes des Lebens wirkt in Christus und das Gesetz der Sünde und des Todes wirkt im Fleisch. Gehst du vom Christus ins Fleisch, dann gehst du von einem Gesetz ins andere. Sie sind beide sehr stark und mächtig und mann kan im Bruchteil der Zeit vom Sieg zum Versagen kommen, wenn man den Bereich wechselt. Du wirst aber niemals vom Sieg herauskommen, wenn du in täglicher, in ständiger Abhängig-keit vom Herrn Jesus Christus bleibst.

DAS KREUZ & GEBET (22)  -  Wandel im Geist und Frucht bringen

Lebt man im Geist, kann man im Geist wandeln und die Werke des Geistes tun. Das Fleisch verliert seine Kraft. Stimmt  man dem Geist zu, lebt aber tatsächlich im Fleisch, dann kann man nicht im Geist wandeln. Man muss sich entscheiden, wie man lebt, damit einen der Geist Gottes in ein `Leben im Geist` bringt. Der Geist Gottes möchte nicht, dass man bestimmte Fernsehprogramme sieht. Der Geist Gottes wird deine Frau nicht anschreien. Er macht solche Dinge einfach nicht. Der Geist Gottes rührt nichts an, as finanziell fragwürdig ist. Er hat da in diesen Bereichen mit dir keine Gemeinschaft. Wenn man nicht Gottes Wege geht, wird er nicht kommnen und mit einem gehen. Wenn du im Geist leben möchtest, musst du so leben, wie es der Geist möchte. Er wird dich zu sich ziehen und dich lehren wie er lebt, damit du wirklich im Geist lebst. Lebst du dann im Geist, kannst du im Geist wandeln und wirst nicht der Begierde des Fleisches nachgehen.

Es gibt keine Wunderlösung, die das alles ermöglicht, sondern nur ein fortwährendes Leben unter der Kraft des Kreuzes. Es gibt nur ein Leben, wo du mit Gott übereinstimmst, wie abscheulich das Fleisch ist. Lebe ein Leben, wo du das Fleisch zu hassen beginnst, wie Gott es tut, und du triffst die Entscheidung, die Gott traf: es gibt nur einen Ort für das Fleisch und das ist das Kreuz. Die, die Christus angehören, haben ihr Fleisch mit seinen Begierden gekreuzigt, sie haben bezüglich ihres Fleisches eine Entscheidung getroffen, nämlich: Das Fleisch soll im Leben nicht herrschen! Es ist so sündhaft, dass ich ihm das Leben nicht zugestehe!  Lebt man in Christus Jesus, dann lernt man auch im Geist zu leben. Das ist ein fortwährendes Lernen. Anfangs ist es schwer im Geist zu leben. Es gelingt dir kurz und dann rutscht du zurück in die fleischlichen Wege. Geschieht das, dann tue Buße und gehe zurück in Christus. Gott wird die automatischen Reaktionen, die Gwohnheiten des Lebens umschulen, bis du zunehemend und weiter zunehmend lernst, ständig im Geist zu bleiben. Dann wird die Kraft des Fleisches schwächer und schwächer, und die Sünde verliert ihre Herrschaft über dein Leben. Du wirst entdecken, dass alles, was die Bibel sagt, wahr ist und du lebst ein Leben, wo du unter keiner Gebundenheit mehr bist.

Wenn man das tut, wird man ein Leben der Kraft und des Sieges erlangen, wo der Geist Gottes ohne Hindernis durch uns fließt und Segen hervorkommt.

DAS KREUZ & GEBET (23)  -

Das Kreuz Jesu Christi ist Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden (Römer 1,16).

Beachten wir aber auch die Aussage von Paulus: Mir aber sei es fern, mich zu rühmen als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt (Gal. 6,14). Hier geht es um eine doppelte Kreuzigung.

Ungeachtet dessen, was die Bibel deutlich über die Welt  und unsere Haltung zu ihr sagt, sind die meisten Christen Gefangene dieser Welt. Sie lieben die Welt und gelüsten danach, aber in den meisten Fällen ist es der Druck der Welt, durch den sie zusammenbrechen und meinen: „Ich kann dem Druck nicht mehr widerstehen.“

Man findet sich eingeengt und getrieben, bis man von der Kraft des Weltsystems, das einen umgibt, mitgerissen wird. Ich gehe zur Arbeit, möchte ein großes Zeugnis für Jesus sein, aber ich gebe klein bei und bald fühle ich mich wie alle anderen. Das erleben viele Christen.

Aber das Kreuz hat auch die Kraft, die Macht der Welt zu zerbrechen. Durch die Kraft des Kreuzes können wir so von der Welt befreit werden, dass wir nicht auf die Weise der Welt denken und nicht die Standards der Welt annehmen. Wir brauchen nicht die Bequemlichkeit und Sicherheit der Welt, und vor allem brauchen wir nicht ihre Wünsche und Begierden. Auch sind wir nicht an ihre Furcht und Ängst gebunden.

Haben wir völligen Frieden, wenn alles um uns herum zunehmend erschüttert wird? Wir kommen in eine Zeit, wo alles um uns zunehmend erschüttert werden wird. Es gibt keine Nation auf der Welt, wo nicht Umwälzungen vor sich gehen. Es ist Teil von Gottes Verheißung, wo er sagt: „Noch einmal will ich alle Nationen erschüttern.“

Die Christus kennen, sollten sich nicht fürchten. Eigentlich ist das der Anfang von Gottes Antwort, dass er seine Herrlichkeit auf der ganzen Erde ausgießen werde. Er muss die Menschen von den Götzen befreien oder zumindest von den Götzen der Welt, bevor sie wirklich ihr Herz öffen und den  Herrn Jesus Christus empfangen können.

DAS KREUZ & GEBET (24)  - Nicht wie die Welt denken

In Römer 12,1 steht: Weil ihr Gottes Barmherzigkeit erfahren habt, fordere ich euch auf, liebe Brüder, mit Leib und Leben für Gott dazusein. Seid ein lebendiges und heiliges Opfer, das Gott gefällt. Einen solchen Gottesdienst erwartet er von euch.  Haben wir das getan? Könnt ihr sagen: „Herr, mein Leib steht dir, deinem Willen, deinen Zielsetzungen zur Verfügung, wie der Leib Christi während seiner Zeit auf Erden dir zur Verfügung stand.“ In Psalm 40 (auch in Hebräer 10,5-7) sehnte sich der Geist nach dem Tag, wo er einen Leib haben würde. Er fuft aus: Einen Leib hast du mir bereitet. Siehe, ich komme ... um deinen Willen, o Gott zu tun.

Es gibt nur einen Zweck, wofür wir einen Leib haben, nämlich den Willen Gottes zu tun.  Wisst ihr, was Erfolg in Gottes Augen ist? Wenn wir das tun, wozu wir geschaffen worden sind.

In Römer 12,2 wird uns gesagt: Nehmt nicht die Forderungen dieser Welt zum Maßstab, sondern ändert euch, indem ihr euch an Gottes Maßstäben orientiert. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.

Die Welt hat große Kraft und bringt die Menschen dahin, dass sie sich ihr anpassen. Man beabsichtigt es nicht, dennoch wird man dazu gezwungen. Der Anfang zur Befreiung davon ist, wenn unser Sinn erneuert wird und man nicht mehr wie die Welt denkt. Es geht nicht  um die offensichtlichen Sünden der Unmoral, der Begierde und all dieser Dinge, sondern es gibt eine viel subtilere Art, wie wir dahin kommen, wie die Welt zu denken.

Lasse dich nicht von der Welt in eine Form pressen. Werde in deinem Denken erneuert.

DAS KREUZ & GEBET (25)  - Sich selber annehmen

Gemäß Psalm  139 wurde jeder von uns von Gott geschaffen. Wörtlich steht: Du hast mich geschaffen – meinen Körper und meine Seele, im Leib meiner Mutter. (Psalm 139,13). Niemals war jemand wie du, und wird es jemanden wie dich geben. Du bist kein Zufall, egal ob deine Eltern dich planten oder nicht – Gott plante dich. Gott schrieb deine Zukunft und das sagt dieser Psalm. All deine kommenden Tage wurden aufgezeichnet, als noch keiner von ihnen da war. Gott hat dich geplant, dich als besondere Mischung aus Charakter und Persönlichkeit zusammengefügt. Er machte etwas Einzigartiges und war damit zufrieden. Er machte keinen Fehler, sondern machte alles vollkommen.

Was mit dir nicht sitmmt ist, dass Gottes vollkommene Schöpfung durch Sünde gestört wurde. Werde die Sünde los, und was bleibt is pures Gold. Jeder Einzelne ist über die Maßen reich durch das Gold von Gottes kreativer Schöpfung. Du bist genau für das gemacht, was du in diesem Leben und in alle Ewigkeit tun sollst.

Der Psalmist ruft in Vers 14 aus: Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich!

Bist du wirklich so weit, dass du dich ganz magst und sagst: „Gott, du hast mich ausgezeichnet gemacht“?

Ich weiß noch genau, als ich das tun konnte. Abgesehen von den Verirrungen durch die Sünde, die Gott auf wunderbare Weise durch das Kreuz getilgt hat, ist das, was Gott gemacht hat, erstaunlich und ausgezeichnet. Ich bin so glücklich, so zu sein, wie ich bin. Das ist ein wichtiger Schritt.

Gottes Bewertungen sollen uns bestimmen und nicht die Bewertgungen der Welt.

DAS KREUZ & GEBET (26)  - Gottes Plan für dich

Gottes Bewertungen sollen uns bestimmen und nicht die Bewertungen der Welt.

Dann werden wir erkennen, dass Gott eine schmale Öffnung in seinem ewigen Plan machte, wo du genau hineinpasst.

In Psalm 139 und in Epheser 2,10 steht, als Gott die Welt erschuf, bereitete er einen Weg für dich. Er hat dir eine Aufgabe zugeteilt. Ist das nicht großartig?

Um erfolgreich zu sein, berauchst du dich nur mit deiner Persönlichkeit und deinem Charakter in diese schmale Öffnung einfügen, die Gott für dich in seinem ewigen Vorsatz für die Welt gemacht hat. Wenn du dich dort einfügst und in den Zielsetzungen Gottes wandelst, dann bist du erfolgreich und kannst nicht efolgreicher sein.

Versäumst du Gottes Willen, dann bist du ein Versager, egal welch großen Ruf, wie viel Geld und Erfolg du hast, denn vor Gott zählt das alles nicht.

Doch Gottes Wege im Leben zu gehen, ist Efüllung und Erfolg und bringt den größten ewigen Lohn. Du wirst für dieses Leben für deine Treue belohnt werden und nicht für deine Bekanntheit.

Das sieht anders aus, denn im Königreich Gottes denkt man ganz anders, als die Welt denkt. Willst du der Größte sein, musst du zum Diener aller werden. Möchtest du mächtig werden, dann musst du sanftmütig werden. Willst du die Stadt für Jesus einnehmen, dann brauchst du Demut.

Das geht gegen unsere Vorstellung, aber das sagte Jesus. Oft bekennen wir das mit dem Mund und dann halten wir uns nicht daran, weil wir wie die Welt denken. Wir wollen noch immer Karriere im Beruf machen, wollen wer sein nach dem weltlichen Denken. Ja, selbst in der Gemeinde, in der Kirche denken wir so und sagen: „Ich will angesehen sein, will anerkannt sein.“

Unsere Bedeutung hängt davon ab, ob wir Gottes Willen tun!

DAS KREUZ & GEBET (27)  - Frei von der Macht der Welt

Wir müssen frei werden von der Macht der Welt und ihrem Einfluss. Mit der Welt ist das Weltsystem gemeint, das gegen Gott und seinen Plan steht. Wenn Gott sagt: „Liebe nicht die Welt“, dann könnte man sagen; „Wie kann er das sagen, wenn er zur gleichen Zeit sagt: Gott liebte die Welt so sehr, dass er seinen Sohn hingab.“ Die Antwort ist, weil er die Welt liebt und sie erlösen möchte, aber er liebt nicht ihre Wege und Maßstäbe. Wir müssen in der Welt sein, und in der Art wie Gott die Welt liebt, die Welt lieben. Also sollen wir der Liebe zur Welt entsagen.

Dazu schlagen wir 1.Johannes 2,15-17 auf: Liebt nicht diese Welt, die von Gott nichts wissen will. Hängt euer Herz nicht an sie, auch nicht an irgend etwas, das zu dieser Welt gehört. Denn wer die Welt liebt, kann nicht zugleich Gott, den Vater, lieben. Was gehört nun zum Wesen dieser Welt? Menschliche Leidenschaften, die Gier nach Besitz und Macht, überhaupt ein Leben voller Selbstgefälligkeit und Hochmut. All dies kommt nicht von Gott, unserem Vater, sondern gehört zur Welt. Die Welt aber mit ihren Verführungen und Verlockungen wird vergehen. Nur wer den Willen Gottes tut, wird bleiben und ewig leben.

Hier geht es darum, die Welt nicht zu lieben. Diese Entscheidung muss von uns getroffen werden. Jakobus sagt, dass die Liebe zur Welt, Feindschaft gegen Gott ist. Du kannst nicht Gott und die Welt lieben, denn du liebst eines und hasst das andere.

Was sagte Jesus in Matthäus 6,24 dazu? Wir kennen diese Schriftstelle, aber leben wir sie auch? Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird einem anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Man muss sich entscheiden, ob man die Dinge der Welt sucht oder Gott.

Wie ist  also deine wirkliche Haltung? Wir müssen frei sein von der Liebe zur Welt. Die Tatsache, dass wir nicht viel haben, sagt überhaupt nichts. Es kommt darauf an, was wir tun würden, wenn wir viel Geld bekämen, denn dann würde unser Herz offenbar werden.

DAS KREUZ & GEBET (28)  - Die Welt ist für mich gestorben

Wenn eine Beziehung oder Sache in völliger Enttäuschung endet, dann sagen die Menschen oft: „Der oder Das ist für mich gestorben.“ Genauso ist es, wenn wir die Liebe zur Welt verlassen und die Kostbarkeit der Kreuzigung von `uns selbst und der Welt` ergreifen. Dazu steht in Galater 6,14 Ich kenne nur eins, das ich rühmen kann: das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus. Durch seinen Tod am Kreuz ist die Welt für mich gestorben, und ich bin tot für ihre Ansprüche und Forderungen.  Es ist vorbei! Die Welt ist mir und ich bin der Welt gekreuzigt.

Wir haben als Menschen die Welt und ihre falschen Reize durchschaut und wollen sie nicht mehr. Im wesentlichen leben wir in dieser Welt, weil  wir Jesus lieben und wie er im Vaterunser ausgedrückt hat, danach  trachten, dass sein Reich kommt und sein Wille geschieht.

Die Pornokönige, die Drogenbarone, die geldgierigen Finanzmagnaten, die  machthungrigen Führer mögen das nicht, denn wir ruinieren ihre Pläne. Hier stoßen Gewalten zusammen – das Reich Gottes und die Welt. In gewissen Ländern lassen Christen dafür ihr Leben.

Ich muss wissen, dass mich die Welt als System hasst und eine Haltung hat, wo sie mich kreuzigen möchte, wie sie Jesus gekreuzigt hat. Sind wir für den Preis vorbereitet, weil wir das Königreich kommen sehen möchten? Es besteht also eine gegenseitige Feindschaft.

Das Weltsystem ist nicht wirklich an der Macht, aber es sieht so aus. Der Druck dieser Welt ist so groß, dass er uns von Zeit zu Zeit zu erdrücken scheint, besonders dann, wenn wir dagegen angehen und das Reich Gottes hervorbringen wollen. Es scheint unmöglich, das Weltsystem und seine Festungen in den Gedanken und Herzen der Menschen zu ändern und zu brechen.

Aber eigentlich hat die Kraft des Kreuzes bereits die Macht des Feindes zerbrochen und ist viel stärker als jede Macht dieser Welt, als der Fürst dieser Welt. Durch das Kreuz wurde bereits alles gerichtet und gestürzt.

Jesus kündigt diese Tatsache in Johannes 16,7 an: Doch glaubt mir: Es ist besser für euch, wenn ich gehe. Sonst käme der nicht, der meine Stelle einnehmen soll, um euch zu helfen und zu trösten. Wenn ich euch verlassen habe, werde ich ihn zu euch senden.

Der heilige Geist flutet nicht in einer Wolke über Graz, sondern er muss zu einer Person kommen, damit er durch die Person wirken kann. Er wirkt durch Menschen, er möchte durch dich wirken. Und ist er erst gekommen, wird der den Menschen die Augen für ihre Sünde öffnen, aber auch für Gottes Gerechtigkeit und sein Gericht. Denn ihre Sünde ist, dass sie nicht an mich glauben. Gottes Gerechtigkeit zeigt sich darin, dass er sich zu mir bekennt und ich zum Vater gehe, wenn ihr mich dann auch nicht mehr sehen werdet. Und Gottes Gericht werden die Menschen daran erkennen, dass der Herrscher dieser Welt bereits abgeurteilt ist. (Johannes 16,8-11).

DAS KREUZ & GEBET (29)  - Gott braucht Menschen

Und ist er erst gekommen, wird er den Menschen die Augen für ihre Sünde öffnen, aber auch für Gottes Gerechtigkeit und sein Gericht. Denn ihre Sünde ist, dass sie nicht an mich glauben. Gottes Gerechtigkeit zeigt sich darin, dass er sich zu mir bekennt und ich zum Vater gehe, wenn ihr mich dann auch nicht mehr sehen werdet. Und Gottes Gericht werden die Menschen daran erkennen, dass der Herrscher dieser Welt bereits gerichtet ist. Joh 16,8-11

Damit die Welt überführt wird, muss der Geist zu uns kommen. Was ist mit dem Gericht? Der Heilige Geist ist ein großer Kämpfer. Er ist ein Tröster, aber auch ein Kämpfer. Wie trieb Jesus die Dämonen aus? Durch den Geist Gottes. Als Jesus mit dem Geist Gottes gesalbt war, kam es zu einem aggressiven, mächtigen Angriff auf das Königreich der Finsternis. Es war der Heilige Geist, gekleidet in den Menschen Jesus, der den Angriff ausführte. Er ist der Starke, der die Gefängnistore aufbrechen und die Gefangenen befreien kann. Wenn er kommt und wir ihm hingegeben sind, kann er durch uns genausoviel tun, wie er es durch Jesus tun konnte. Glauben wir das auch?

Wenn Großes im Glauben geschieht, dann nur, wenn die Christen wissen, dass der, der in ihnen ist, größer ist als alle Widersacher. Sie wissen, dass jede Kraft vor Jesus seine Knie beugen muss, weil Jesus auf Golgotha gesiegt hat. Dort wurde der Fürst dieser Welt gerichtet, wurde rechtmäßig besiegt. Jesus Christus gewann den Fall vor Gericht und hat nun alle Gewalt und Macht auf Erden. Jeder Anspruch Satans, diese Erde zu kontrollieren, wurde damit als unrechtmäßig anerkannt. Jesus wurde der Auftrag und die Vollmacht gegeben, den Teufel überall zu konfrontieren, wo er unrechtmäßig Ansprüche ausübt. Der Rechtsfall wurde auf Golgotha geklärt. Nun braucht man eine menschliche Exekutive, damit der Rechtsspruch von Golgotha auf Erden durchgesetzt wird. Das sind Christen, die die Kraft des Kreuzes erfahren haben. Sie gehen dann in der ganzen Kraft des Heiligen Geistes voran.

Gott braucht Menschen, das ist alles, weil dann Gott der Heilige Geist durch diese Menschen wirkt.

Wenn wir zu diesem Glauben kommen, wird der Geist durch uns die Werke Jesu wirken und die Welt überzeugen, dass der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Durch Krafttaten wird der Sieg Jesu Christi sichtbar. Die Welt wird das sehen und erkennen. Gottes Geist kann niemals bgesiegt werden. Nicht wir kämpfen gegen den Widersacher, sondern der Geist Gottes. Er braucht nur unser Menschsein, um rechtmäßig auf Erden handeln zu können. Wenn wir das erkennen, fällt jede Anstrengung weg.

DAS KREUZ & GEBET (30)  - Siegreicher Glaube

In 1.Johannes 5,4 steht: Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt. Die Frage ist, sind wir aus Gott geboren? Sagt laut: „Ich bin aus Gott geboren!“ Seid ihr nicht aus Gott geboren, dann findet jemanden, der euch dorthin führt. Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt.

Und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.

Wir müssen daran glauben, was Jesus am Kreuz getan hat und wer wir sind. Wir müssen glauben, wenn wir den Heiligen Geist einladen, dass er zu uns kommt – denn dann kommt er auch. Und wozu kam er? Um uns ein wenig Freiheit im Gebet und der Anbetung zu geben, und in Zungen zu sprechen? Danke Herr, für all das. Der Heilige Geist kam, um ein schrecklicher Krieger  in und durch uns zu sein. Dazu kam der Heilige Geist, denn sein Auftrag ist Krieg! Er ist unwiderruflich gegen den Fürsten dieser Welt, der noch immer, trotz der Rechtssituation auf Golgotha, sein Königreich aufrecht erhalten will. Die Dämonen in Graz warten auf einige Christen, die sich erheben und glauben, wer sie sind. Die Dämonen wissen, dass es mit ihnen aus ist.

Es ist wie bei Jericho, das Israel widerstand. Rahab sagte zu den Spionen: „Wir wussten, als die Kinder Gottes das Schilfmeer überquerten, dass wir besiegt sind. Wir warteten auf euer Kommen.“

Die Leute aus Jerioch wollten noch kämpfen, aber sie hatten bereits ein besiegtes Herz.

Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat, unser Glaube. Wer aber ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?

Letztendlich geht es um Glauben.

DAS KREUZ & GEBET (31)  - Jesu Leben fließt durch uns

Die Kraft des Kreuzes nimmt die Sünde hinweg, kreuzigt den alten Menschen, tötet das Fleisch und überwindet die Welt, indem uns die Welt und wir der Welt gekreuzigt sind. So können wir durch das Blut und das Kreuz in ein siegreiches Leben über die Welt und den Fürsten dieser Welt und in eine liebende Beziehung zu Jesus Christus kommen. Es geht nicht darum, dass wir uns verbessern und Regeln und Vorschriften folgen, sondern dass wir Jesus lieben – ihn einfach lieben und in ihm bleiben, weil er der Weinstock ist und wir die Reben. Wer sich von mir trennt, kann nichts ausrichten. (Johannes 15,5). Durch diese Beziehung fließt n ues Leben aus uns.

Aber ihr seid davon (vom Gesetz) befreit worden, als Christus am Kreuz für euch starb. Römer 7,4.  Wie oft haben wir versucht, die Regeln und Vorschriften der Religion und unserer Lebensansichten einzuhalten? Man sagt zum Beispiel: „Ich werde nicht lügen,“ und man konnte es nicht einhalten, „Ich werde gut sein“, und man konnte es nicht tun. „Ich werde die Kinder nicht anschreien“, und man tat es. Welche Regeln man auch immer aufstellte, man brach sie.

Das Gesetz tötet und bringt kein Leben. So kommen wir an den Punkt, wo wir dem Gesetz sterben, wo wir aufhören zu versuchen das zu sein, was wir gerne sein möchten.

Aber ihr seid davon (vom Gesetz) befreit worden, als Christus am Kreuz für euch starb. Und jetzt gehört ihr nur noch ihm, der von den Toten auferweckt wurde.  Römer 7,4.

Wenn wir ihm gehören, wenn wir in Gottes Gegenwart sind, eins mit ihm sind, ihm nahe sind, dann fließt sein Leben aus uns und bringt Frucht. Wir bringen die Frucht der Gerechtigkeit, ohne uns abzumühen. Es ist einfach die Frucht aus der Beziehung mit ihm heraus.

Liebe den Herrn aus deinem ganzen Herzen und tue, was du willst, und du wirst letztlich die Dinge so tun, wie Gott sie tut, denn sein Leben wird seine Frucht in dir hervorbringen.

So werden unsere Gebet mehr und mehr zu seinen Gebeten und bringen mehr und mehr Frucht hervor, für die Stadt Graz, die Gott liebt, segnet und in ihre Berufung bringen möchte.

Im Kreuz ist die Kraft, dieses Leben, dieses Gebetsleben hervorzubringen.

 

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